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Diese Bestimmungen basieren auf Analysen und Berichten nach Zwischenfällen sowie Unfällen.
Sie sollen lediglich als Richtlinie dienen und sind selbstverständlich keine endgültige oder
ausschließliche Aufstellung über Sicherheit im Ballonsport. Die in den Betriebshandbüchern der einzelnen Hersteller enthaltenen Betriebsgrenzen sind stets zu beachten sowie einzuhalten! |
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| Nr. | Beschreibung |
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| 1. | Ballone müssen beim Aufrüst- und Füllvorgang immer angebunden sein. Der Vorteil dieser Maßnahme übertrifft jeden möglichen Nachteil. Es sollte ein kurzes (ca 5 m langes) Haltetau mit einer für das Ballonmuster zugelassenen Schnelltrennkupplung verwendet werden. Aufgrund des Anbindens weiß der Pilot zu jeder Zeit, daß er den Ballon unter Kontrolle hat, unabhängig vom Wetter und vom Verhalten seiner Crew. Selbst an ruhigen Tagen gibt es keinen Grund, auf das Anbinden zu verzichten. Böen können jederzeit auftreten, selbst an den ruhigsten Sommerabenden. |
| 2. | Auf die Fahrt vorbereitet sein Bevor der Ballon aufgerüstet wird, sollte der Ballonführer und der Ballon so vorbereitet sein, daß eine Fahrt möglich ist, selbst wenn zunächst noch keine Fahrtabsicht besteht. Nach dem Aufrüsten müssen alle Checks durchgeführt sein, die für eine Fahrt erforderlich sind: Checkliste Passagiere Checkliste Heissluftballon Checkliste Gasballon |
| 3. | Hand am Fahrventil beim Heizen Falls der Brenner abgestellt werden muß, kann der Pilot sehr viel schneller reagieren, wenn die Hand am Fahrventil bleibt. |
| 4. | Entleeren des Brenners Wenn sich der Pilot vom Ballon und Brenner entfernt - sei es beim Aufrüsten oder nach der Landung - darf kein Gas in den Haupt-Gasschläuchen oder in den Leitungen für die Zündflammen sein, d.h. die Propangasflaschen müssen zugedreht und die Schläuche entleert sein. |
| 5. | Handschuhe und Kleidung Geeignete Handschuhe und Kleidung müssen beim Umgang mit Flüssiggas, beim Aufrüsten und während der Fahrt vom Ballonführer getragen werden. |
| 6. | Flüssigphase vor Gasphase Wenn der Pilot den Brennertest ausübt sowie kurz vor dem heißen Aufrüsten, muß zunächst das Flaschenventil für die Flüssigphase geöffnet werden, um Undichtigkeiten an den Anschlüssen und Verbindungen (Mehrfachanschlüsse) zu prüfen, erst dann sollte die Gasphase geöffnet und die Zündflamme angezündet werden. Auf diese Weise wird vermieden, daß durch ein Leck austretendes Flüssiggas entzündet werden kann. |
| 7. | Feuerlöscher und Löschdecke verfügbar Zusätzlich zu dem Feuerlöscher, der sich im Ballonkorb befindet, sollte eine Löschdecke verfügbar sein. Ein zweiter Feuerlöscher in der Nähe des Füll- oder Aufrüstvorganges, z.B. am Ballonanhänger oder im Zugfahrzeug, gewährleistet zusätzliche Sicherheit. |
| 8. | Bei Feuer sofort Ventile schließen Bei Feuer an Bord ist die erste Maßnahme das Schließen der/des entsprechenden Flaschen/Ventils(e). Das Löschen mittels Feuerlöscher oder Löschdecke kann sinnvoll nur als zweite Maßnahme geübt und praktiziert werden. |
| 9. | Eine Umdrehung bedeutet -Auf- Das Flaschenventil für die Flüssigphase ist bereits dann ausreichend geöffnet, wenn das Handrad nur ein Mal gedreht wurde. Dies bedeutet, daß dann auch nur eine Umdrehung für das Schließen erforderlich und schnell möglich ist. |
| 10. | Möglichst minimaler Propanfluß Während des Aufrüstens und während der Fahrt sollte dem System nur soviel Propan zugeführt werden wie nötig. Während des Aufrüstens sollte nur eine Brennerseite in Betrieb sein, bis der Ballon steht. Bei Mehrfachanschlüssen (T-Stücken) darf während der Fahrt je Brenner nur eine Flasche geöffnet sein. |
| 11. | Sinken und Abfangen Bei einem kalten Abstieg muß der Ballon rechtzeitig abgefangen werden. Falls sich der Ballon tiefer als 500ft GND befindet, sollte die Sinkrate 2,5 m/s nicht überschreiten |
| 12. | Ein Strommast steht nie alleine Bei der Anfahrt zur Landung - hinter Strom- und Telefonleitungen landen. |
| 13. | Kein Heizen beim Aufsetzen Unabhängig wie langsam die Fahrt oder wie sanft die Landung ist, muß im Moment des Aufsetzens des Ballons auf der Erde der Hauptbrenner und die Pilotflamme immer ausgeschaltet sein. Wenn sich der Pilot zur Landung entschlossen hat, sind vor der Bodenberührung nicht nur die Pilotflammen zu löschen sondern auch möglichst die Propangasflaschen zu schließen. |
| 14. | Füllen von Propangasflaschen Das Füllen von Propangasflaschen darf nur von sachkundigen und eingewiesenen Personen durchgeführt werden (Ballonwart oder Ballonführer/in). Die Füllhinweise des DFSV sind zu beachten und einzuhalten. |
| 15. | Transport von Propangasflaschen Für den Transport von Propangasflaschen ist das Unfall-Merkblatt des DFSV zu beachten und die Flaschen müssen mit Transportaufklebern versehen sein. |
| 10. September 1996 | |
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