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Startplatz
Sind alle Passagiere für die Ballonfahrt eingetroffen, steigen wir
gemeinsam in den Transportbus mit dem Ballonanhänger und fahren zum
Startpunkt.
Startvorbreitung
Hat der Pilot am Startplatz den Wind geprüft entscheidet er sich für
die entsprechende Startposition. Der Korb wird aus dem Hänger des
Verfolgerfahrzeuges ausgeladen und in der entsprechenden Richtung
aufgestellt. Nachdem alle Instrumente, die der Pilot bei der
Ballonfahrt benötigt, am Korb befestigt sind, wird der Brenner
getestet. Dabei überprüft der Pilot die Funktion der beiden
voneinander unabhängigen Brennersysteme.
Am Korb erhalten nun die Passagiere vom Pilot eine Einweisung zum
Verhalten beim Start, bei der eigentlichen Ballonfahrt und bei der
Landung.
Jetzt wird der Korb
umgelegt. Der große Sack mit der darin befindlichen Ballonhülle wird
von einigen Helfern vor den Korb transportiert und geöffnet. Gerne dürfen
starke Passagiere dabei mit Hand anlegen. Die Stahlseile der
Ballonhülle werden nun als erstes aus dem Sack geholt und mit
Karabinern am Korbgestell bzw. dem Brennerrahmen befestigt.
Sind alle Stahlseile
angeflanscht und der Korb mit dem Sicherungsseil am Fahrzeug
befestigt, kann das Kaltfüllen beginnen. Zwei Passagiere werden vom
Pilot eingewiesen und erhalten die Aufgabe die Ballonöffnung beim
Brenner aufzuhalten, damit mit den inzwischen aufgestellten
Ventilatoren kalte Luft in die noch am Boden liegende Hülle geblasen
werden kann. Sind die Ventilatoren angeworfen, wird von den Helfern
der restliche Ballon aus dem Sack gezogen. Dabei beginnt er
schon, sich mit Luft zu füllen.
Pilot und Helfer machen
sich nun daran den Parachute - das ist die obere Ballonöffnung
sozusagen der Deckel - mit den vorhanden Kletthalterungen zu schließen,
damit nirgends mehr Luft entweichen und sich die Hülle richtig füllen
kann. Dabei werden die in der Hülle vorhandenen Seile und Halteschnüre
überprüft. Nach und nach füllt sich die am Boden liegende Hülle
immer mehr und der Ballon wird langsam prall voll mit kalter Luft.
Start
Nun ist der Augenblick gekommen, bei dem der Pilot sich in den Korbraum
begibt und den Brenner aktiviert.

Mit kürzeren Heizintervallen erwärmt
er vorsichtig die Luft, immer darauf achtend, dass kein Stück der
Ballonhülle der mehre Meter hohen Flamme zunahe kommt. Langsam
beginnt die so erwärmte Luft die Ballonhülle nach oben zu ziehen und
der Ballon samt Korb und Pilot stellt sich auf.
Der Ballonführer ruft nun die
Passagiere in den Korb, ordnet alle Leinen und erhitzt weiter die Luft
in der Ballonhülle. Nach Kontrollzügen der mit dem Parachute
verbunden Leinen aktiviert er die Instrumente und heizt weiter die
Luft in der Ballonhülle. Dabei überprüft er ständig die Hüllentemperatur.
Hat der Ballon seine Ablösetemperatur erreicht steigt er langsam auf
und der Pilot löst nun das Sicherungsseil durch das der Ballon immer
noch mit dem Verfolgerfahrzeug verbunden ist - die Ballonfahrt
beginnt.
Ballonfahrt
Die eigentliche Ballonfahrt dauert etwa eine Stunde. Während die
Passagiere sich dem Genuss des Erlebnisses hingeben, überwacht der
Pilot ständig die Funktion des Luftgefährts. Er checkt die
Windgeschwindigkeiten und beobachtet die Richtungsänderungen in den
verschieden Höhen. All diese jetzt erst bei der eigentlichen
Ballonfahrt festzustellenden Daten nutzt der Pilot zur weiteren
Planung der Ballonfahrt und später auch zur Entscheidung wann und wo
gelandet wird.
Mit dem regelmäßigen
Betätigen der Brennerventile lässt er den Ballon steigen oder fallen
oder behält so eine bestimmte Höhe bei.
Landung
Vor der bevorstehenden Landung informiert der Pilot nochmals die
Passagiere, wie sie sich richtig verhalten, um auch bei einer etwas
ruppigen Landung nicht zu Schaden zu kommen. Langsam tastet sich der
Pilot mit seinem Luftgefährt immer näher an den Boden heran. Ist der
Wind am Boden nicht zu schnell, setzt der Ballon normalerweise mit
einem kleinen Ruck auf. Der Ballonführer entlässt durch die obere Öffnung
der Hülle einen Teil der warmen Luft. So kann der Ballon nicht wieder
aufsteigen. Ist der Wind am Boden etwas stärker, kann es vorkommen,
dass der Ballon nach dem ersten Aufsetzen noch einen kleinen weiteren
Satz macht und dann erst zum Stehen kommt. Es kann auch passieren dass
beim Aufsetzen der Korb die Fahrt des Ballons abbremsen will, die Hülle
aber noch schnell weiter zieht. Dann legt sich der ganze Ballon samt
Korb der Länge nach hin. Deshalb ist es wichtig, dass die Passagiere
sich beim Landen richtig und an den dafür vorgesehenen Halteschlaufen
festhalten.
Wichtig:
Die Passagiere verlassen erst auf Anweisung des Piloten den Korb.
Einpacken und Taufe
Alle Helfer und Passagiere packen nun gemeinsam an, verstauen die Hülle
wieder in ihren Sack und transportieren den Korb wieder in den Hänger.
Ist alles verpackt bereitet sich der Pilot und die Helfer vor auf die
bevorstehende Taufe
derjenigen Ballonfahrer, die zum erstenmal in einem Ballonkorb
gestanden und eine Ballonfahrt mitgemacht haben. Diese "Täuflinge"
werden nun in den Ballon-Adelstand erhoben und erhalten ihren
speziellen Taufnamen.
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